Der Zugang zu Integrationskursen ist ein wichtiger Schlüssel für die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten. Im Folgenden möchten wir verdeutlichen warum die Integrationskurse für eine gelingende Arbeitsmarktintegration von so großer Bedeutung sind. Zur Veranschaulichung haben wir Praxisbeispiele aus den WIR-Netzwerken gesammelt – denn der Integrationskurszugang ist kein abstraktes Thema, sondern hat gro- ßen Einfluss auf die individuellen Erwerbsbiographien. Die Ausführungen in diesem Paper basieren auf der Praxiserfahrung der WIR-Netzwerke.
Für Beratende
Bei der Integration von geflüchteten Menschen auf dem Weg in den Arbeitsmarkt sind sehr viele hauptamtliche wie auch ehrenamtliche Akteur*innen beteiligt: Mitarbeitende in den sozialen Diensten und in der Flüchtlingsberatung, bei Bildungs- und Sprachkursträgern, in öffentlichen Verwaltungen, bei Anbieter*innen von Qualifizierungs- und Beschäftigungsmaßnahmen, in Wohngruppen und viele mehr. Doch die Themen des Arbeitsmarktzugangs und der arbeitsmarktlichen Förderung von Geflüchteten sind sehr komplex. Die Entwicklungen sind sehr dynamisch, Gesetze ändern sich, neue Akteur*innen treten auf, neue Förderangebote werden geschaffen.
NIFA plus unterstützt Haupt- und Ehrenamtliche, die geflüchtete Menschen auf ihrem Weg in unsere Gesellschaft begleiten, mit einem breiten Angebot an Veranstaltungen, Beratung und Vernetzungsmöglichkeiten. Ob Sie in der Sozialberatung, Flüchtlingshilfe, Schulsozialarbeit, bei Sprachkursträgern, in Wohngruppen oder anderen Initiativen tätig sind – wir stehen Ihnen mit praxisnahen Informationen, fachlicher Expertise und individueller Beratung zur Seite. Ziel ist es, Sie in Ihrer wichtigen Arbeit zu stärken und gemeinsam die Teilhabe geflüchteter Menschen an Bildung, Arbeit und Gesellschaft zu fördern.
Veranstaltungen und Schulungen
Unsere Veranstaltungen greifen zentrale Themen der Unterstützung geflüchteter Menschen auf und vermitteln fundiertes Wissen zu:
- Den Grundlagen des Asylverfahrens und den rechtlichen Rahmenbedingungen für den Arbeitsmarktzugang.
- Unterschiedlichen Bleiberechtsregelungen und aktuellen aufenthaltsrechtlichen Entwicklungen.
- Unterstützungsmöglichkeiten und Förderinstrumenten, die Ihre Arbeit erleichtern können.
- Der Teilhabe geflüchteter Menschen mit Behinderung oder fluchtspezifischen Erkrankungen an Arbeit und (Aus-)Bildung.
- Austausch- und Vernetzungsangeboten, um die Zusammenarbeit mit Regeldiensten, Beratungsstellen und anderen relevanten Akteur*innen zu stärken.
- Strategischer Prozessführung und Beratungsqualität im Kontext der beruflichen Teilhabe von Geflüchteten.
Aktuelle Veranstaltungen finden Sie in unserem Veranstaltungskalender.
Fachliche Beratung und Unterstützung
Wir bieten individuelle Beratung und fachliche Begleitung für Haupt- und Ehrenamtlichen zu häufigen Fragestellungen, darunter:
- Zugang geflüchteter Menschen zum Arbeitsmarkt, während und nach Abschluss des Asylverfahrens.
- Möglichkeiten des Zugangs zu Bildung, Qualifizierungsmaßnahmen und Förderinstrumenten, um Perspektiven zu schaffen.
- Aufenthaltsrechtliche Themen sowie aktuelle Entwicklungen in den Bleiberechtsregelungen.
- Umgang mit Sozialleistungen für Geflüchtete und deren Bedeutung für ihre Arbeit (mit und ohne Behinderung).
Neben der Wissensvermittlung bieten wir Raum für den Erfahrungsaustausch und die Vernetzung mit anderen Haupt- und Ehrenamtlichen.
Kontaktieren Sie uns
Wir sind nicht nur eine Informationsquelle – wir sind Teil eines größeren Netzwerks, das sich gemeinsam für die Rechte und Chancen geflüchteter Menschen einsetzt. Unsere Angebote sind praxisnah, bedarfsorientiert und darauf ausgelegt, Sie in Ihrer täglichen Arbeit zu stärken. Wenn Sie eine konkrete Fragestellung klären oder Unterstützung bei komplexeren Themen suchen – wir stehen Ihnen zur Seite.
Werkstatt PARITÄT gemeinnützige GmbH
Projekt NIFA plus
Hauptstraße 28
70567 Stuttgart
Projektträger von NIFA plus und verantwortlich für die überregionale Fachberatungsstelle NIFA plus
Weitere Informationen im untenstehenden Flyer oder auf der Trägerseite.
Material
Zugang zu Integrationskursen als Schlüssel für die Arbeitsmarktintegration von Geflüchteten
- Für Beratende
- Integration und Teilhabe
Notwendige aufenthaltsrechtliche Reformen für einen Beitrag zur Fach- und Arbeitskräftesicherung
- Für Arbeitgebende
- Für die Arbeitsverwaltung
- Für Beratende
- Arbeit und Beschäftigung
- Asyl und Aufenthalt
Basierend auf der langjährigen Erfahrung in der Arbeit im WIR-Programm sowie in den Vorgängerprogrammen zur beruflichen Integration von Geflüchteten analysieren die Autor*innen, wie Duldungen bzw. Aufenthaltserlaubnisse gestaltet werden sollten, damit Personen, die arbeiten oder eine Ausbildung absolvieren, tatsächlich vor Abschiebung geschützt sind.
Empfehlungen zum Leistungsrechtsanpassungsgesetz
- Für die Arbeitsverwaltung
- Für Beratende
- Flucht und Behinderung
Seit 24. Februar 2022 sind über 1,3 Millionen Menschen aus der Ukraine nach Deutschland geflohen. Ein Gesetzentwurf sieht vor, dass Personen mit einer nach dem 31. März 2025 erteilten Aufenthaltserlaubnis nach § 24 AufenthG dem Asylbewerberleistungsgesetz (AsylbLG) zugeordnet werden sollen.
Unter den Geflüchteten aus der Ukraine befindet sich ein signifikanter Anteil von Menschen mit Behinderungen im Sinne von Art. 1 UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK), einschließlich chronischer Erkrankungen und psychischer Beeinträchtigungen sowie altersbedingter Einschränkungen. Für sie drohen gravierende Versorgungslücken in existenziellen Lebensbereichen.
Dieses Empfehlungspapier sammelt die Expertise vom Handicap International e.V. – Crossroads und der AG Aufenthaltsverfestigung der WIR-Netzwerke und geht nicht zuletzt auf die verfassungs-, unions- und völkerrechtliche Bedenken ein.
Deutsch für Ausbildung und Beruf: Online-Ressourcen für Geflüchtete
- Für Geflüchtete
- Für Beratende
- Bildung und Sprache
Diese Sammlung bietet einen Überblick über kostenlose Online-Ressourcen, die sich besonders für die berufsbezogene Sprachförderung von Geflüchteten eignen. Die vorgestellten Angebote decken unterschiedliche Sprachniveaus und Lernziele ab – von alltagsnaher Kommunikation über berufsspezifisches Deutsch bis hin zu Übungen für Lesen, Schreiben, Hören und Sprechen im Arbeitskontext.
Schulungsangebot: „Teilhabe an Arbeit und Bildung für Menschen mit einer Behinderung im Kontext von Migration und Flucht“
- Für Beratende
- Für Arbeitgebende
- Für die Arbeitsverwaltung
- Flucht und Behinderung
Geflüchtete mit einer Behinderung benötigen vielfach vor allem Leistungen zur Gesundheitsversorgung sowie zur Teilhabe an Bildung und am Arbeitsleben. Für deren Beratung und Unterstützung ist es wichtig, die aufenthaltsrechtlichen Unterschiede zwischen den einzelnen Geflüchtetengruppen zu kennen. Denn der Zugang zu den entsprechenden Sozialleistungen und die Zuständigkeit der Leistungsträger kann unter anderem von ihrem Aufenthaltsstatus und der Aufenthaltsdauer abhängen.
Die WIR-Netzwerke, die im Rahmen des ESF Plus-Bundesprogramm „WIR - Netzwerke integrieren Geflüchtete in den regionalen Arbeitsmarkt“ mit Bundes- und EU-Mitteln gefördert werden und zu deren Zielgruppe Geflüchtete einer Behinderung explizit gehören, bieten hier bundesweit kostenfrei Präsenz-Schulungen und Online-Schulungen an.
Hier finden Sie Informationen zur Schulungsreihe.
Broschüre vom WIR-Netzwerk AZG - Arbeitsmarktzugang für Geflüchtete
- Für Geflüchtete
- Für Beratende
- Arbeit und Beschäftigung
- Asyl und Aufenthalt
Das niedersächsische WIR-Netzwerk „AZG – Arbeitsmarktzugang für Geflüchtete“ hat eine neue, leicht verständliche und zugleich sehr übersichtliche Arbeitshilfe zum Arbeitsmarktzugang für Geflüchtete mit Aufenthaltsgestattung oder Duldung entwickelt.
Sie soll sowohl Beratende in ihrer täglichen Arbeit unterstützen als auch Geflüchteten selbst eine verständliche Orientierung zu ihrer individuellen Situation bieten.
Für weitere Multiplikator*innen dient die Arbeitshilfe zudem als anschauliches Instrument, um die komplexen Regelungen zum Arbeitsmarktzugang nachvollziehbar darzustellen – und um zu verdeutlichen, wie anspruchsvoll die Frage sein kann, wer arbeiten darf und wer nicht.
Tagungsdokumentation vom Kongress „Arbeit – aber wie? Arbeitsmarktzugänge für geflüchtete und zugewanderte Menschen mit Behinderung" am 25.9.2025 in Regensburg
- Für Beratende
- Für Arbeitgebende
- Flucht und Behinderung
Im Diözesanzentrum Obermünster in Regensburg diskutierten am 25.09.2025 rund 80 Teilnehmende aus Beratung, Verwaltung, Politik, Zivilgesellschaft und Selbstvertretung über Zugänge zum Arbeitsmarkt für geflüchtete und zugewanderte Menschen mit Behinderung. Hier finden Sie die Dokumentation der Tagung mit u.a. wichtige Impulse von Claire Deery (Fachanwältin für Migrationsrecht), Silvia Floris (Projektmitarbeiterin NIFA plus), Zoya Dimitrova (Mitarbeiterin der Agentur für Arbeit und Betroffene), Holger Kiesel (Beauftragter der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung).
Geplante Änderungen beim Arbeitsmarktzugang von Asylsuchenden: Rückschritt mit weitreichenden Folgen
- Für Beratende
- Für die Arbeitsverwaltung
- Arbeit und Beschäftigung
- Asyl und Aufenthalt
Basierend auf der langjährigen Erfahrung in der Arbeit im WIR-Programm sowie in den Vorgängerprogrammen zur beruflichen Integration von Geflüchteten analysieren die Autor*innen in diesem Papier die geplante Neuregelung des Arbeitsmarktzugangs für Asylsuchende mit einer Aufenthaltsgestattung in § 61 AsylG im Regierungsentwurf zur GEAS-Umsetzung vom 03.09.2025. Die geplante Neuregelung des Arbeitsmarktzugangs für Asylsuchende im Rahmen des Kabinettsentwurfs vom 03.09.2025 zur GEAS-Umsetzung führt aus Sicht der Autor*innen zu erheblichen Rückschritten in der Arbeitsmarktund Integrationspolitik. Statt Arbeitsmarktintegration zu fördern, wie es bisher weitgehend gesellschaftlicher und parteiübergreifender Konsens war, erschwert der Gesetzesentwurf die Beschäftigung von Geflüchteten mit Aufenthaltsgestattung massiv – mit gravierenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen.
Material des Flüchtlingsrates Baden-Württemberg
- Für Geflüchtete
- Für Beratende
- Asyl und Aufenthalt
Der Flüchtlingsrat Baden-Württemberg setzt sich landesweit für die Rechte und Belange geflüchteter Menschen ein. Er unterstützt durch Beratungen und Schulungen, stellt umfassende Informationen zur sozialen und rechtlichen Situation in Baden-Württemberg zur Verfügung und informiert über die Asyl- und Migrationspolitik. Durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit und Gespräche mit der Politik sowie gesellschaftlichen Gruppierungen setzt sich der Flüchtlingsrat für die Rechte Geflüchteter und für eine menschliche Flüchtlingspolitik in Baden-Württemberg ein.
>> Hier geht es zum Beratungsangebots des Flüchtlingsrats BW (Externer Link)
>> Hier geht es zum Fortbildungskatalog des Flüchtlingsrats BW (Externer Link)
Hier finden Sie das Infomaterial des Flüchtlingsrates BW mit Arbeitshilfen und Infoblätter zu:
- Bleiberechtsoptionen
- Niederlassungserlaubnis und Einbürgerung
- Der Härtefallantrag
- Erlöschen, Widerruf und Rücknahme des Schutzstatus
und viel mehr.
NIFA plus-Arbeitshilfe zum Arbeitsmarktzugang/Nebenbestimmungen für Personen mit Aufenthaltsgestattung und Duldung
- Für Beratende
- Für die Arbeitsverwaltung
- Arbeit und Beschäftigung
Diese tabellarische Arbeitshilfe bietet eine übersichtliche und verständliche Erläuterung zu den Beschäftigungsmöglichkeiten für Geflüchtete mit Aufenthaltsgestattung oder Duldung. Sie beantwortet wichtige Fragen wie: Wann ist ein Verfahren zur Erteilung einer Beschäftigungserlaubnis erforderlich? Welche Tätigkeiten sind zustimmungsfrei und welche unterliegen der Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit? Zudem werden die verschiedenen Nebenbestimmungen auf den Aufenthaltspapieren verständlich erklärt. Ziel dieser Arbeitshilfe ist es, Klarheit zu schaffen und Orientierung zu bieten.