Für Beratende

Zwei Personen sitzen nebeneinander auf einem Sofa und besprechen etwas.
© Pexels


Bei der Integration von geflüchteten Menschen auf dem Weg in den Arbeitsmarkt sind sehr viele hauptamtliche wie auch ehrenamtliche Akteur*innen beteiligt: Mitarbeitende in den sozialen Diensten und in der Flüchtlingsberatung, bei Bildungs- und Sprachkursträgern, in öffentlichen Verwaltungen, bei Anbieter*innen von Qualifizierungs- und Beschäftigungsmaßnahmen, in Wohngruppen und viele mehr. Doch die Themen des Arbeitsmarktzugangs und der arbeitsmarktlichen Förderung von Geflüchteten sind sehr komplex. Die Entwicklungen sind sehr dynamisch, Gesetze ändern sich, neue Akteur*innen treten auf, neue Förderangebote werden geschaffen.

 

NIFA plus unterstützt Haupt- und Ehrenamtliche, die geflüchtete Menschen auf ihrem Weg in unsere Gesellschaft begleiten, mit einem breiten Angebot an Veranstaltungen, Beratung und Vernetzungsmöglichkeiten. Ob Sie in der Sozialberatung, Flüchtlingshilfe, Schulsozialarbeit, bei Sprachkursträgern, in Wohngruppen oder anderen Initiativen tätig sind – wir stehen Ihnen mit praxisnahen Informationen, fachlicher Expertise und individueller Beratung zur Seite. Ziel ist es, Sie in Ihrer wichtigen Arbeit zu stärken und gemeinsam die Teilhabe geflüchteter Menschen an Bildung, Arbeit und Gesellschaft zu fördern.

Veranstaltungen und Schulungen

Unsere Veranstaltungen greifen zentrale Themen der Unterstützung geflüchteter Menschen auf und vermitteln fundiertes Wissen zu:

  • Den Grundlagen des Asylverfahrens und den rechtlichen Rahmenbedingungen für den Arbeitsmarktzugang.
  • Unterschiedlichen Bleiberechtsregelungen und aktuellen aufenthaltsrechtlichen Entwicklungen.
  • Unterstützungsmöglichkeiten und Förderinstrumenten, die Ihre Arbeit erleichtern können.
  • Der Teilhabe geflüchteter Menschen mit Behinderung oder fluchtspezifischen Erkrankungen an Arbeit und (Aus-)Bildung.
  • Austausch- und Vernetzungsangeboten, um die Zusammenarbeit mit Regeldiensten, Beratungsstellen und anderen relevanten Akteur*innen zu stärken.
  • Strategischer Prozessführung und Beratungsqualität im Kontext der beruflichen Teilhabe von Geflüchteten.

Aktuelle Veranstaltungen finden Sie in unserem Veranstaltungskalender. 

Fachliche Beratung und Unterstützung

Wir bieten individuelle Beratung und fachliche Begleitung für Haupt- und Ehrenamtlichen zu häufigen Fragestellungen, darunter:

  • Zugang geflüchteter Menschen zum Arbeitsmarkt, während und nach Abschluss des Asylverfahrens.
  • Möglichkeiten des Zugangs zu Bildung, Qualifizierungsmaßnahmen und Förderinstrumenten, um Perspektiven zu schaffen.
  • Aufenthaltsrechtliche Themen sowie aktuelle Entwicklungen in den Bleiberechtsregelungen.
  • Umgang mit Sozialleistungen für Geflüchtete und deren Bedeutung für ihre Arbeit (mit und ohne Behinderung).

Neben der Wissensvermittlung bieten wir Raum für den Erfahrungsaustausch und die Vernetzung mit anderen Haupt- und Ehrenamtlichen.

Kontaktieren Sie uns

Wir sind nicht nur eine Informationsquelle – wir sind Teil eines größeren Netzwerks, das sich gemeinsam für die Rechte und Chancen geflüchteter Menschen einsetzt. Unsere Angebote sind praxisnah, bedarfsorientiert und darauf ausgelegt, Sie in Ihrer täglichen Arbeit zu stärken. Wenn Sie eine konkrete Fragestellung klären oder Unterstützung bei komplexeren Themen suchen – wir stehen Ihnen zur Seite. 

Werkstatt PARITÄT gemeinnützige GmbH

Projekt NIFA plus
Hauptstraße 28
70567 Stuttgart

Projektträger von NIFA plus und verantwortlich für die überregionale Fachberatungsstelle NIFA plus

Weitere Informationen im untenstehenden Flyer oder auf der Trägerseite.

Flyer überregionale Fachberatungsstelle NIFA plus

Material

Broschüre vom WIR-Netzwerk AZG - Arbeitsmarktzugang für Geflüchtete

  • Für Geflüchtete
  • Für Beratende
  • Arbeit und Beschäftigung
  • Asyl und Aufenthalt

Das niedersächsische WIR-Netzwerk „AZG – Arbeitsmarktzugang für Geflüchtete“ hat eine neue, leicht verständliche und zugleich sehr übersichtliche Arbeitshilfe zum Arbeitsmarktzugang für Geflüchtete mit Aufenthaltsgestattung oder Duldung entwickelt.

Sie soll sowohl Beratende in ihrer täglichen Arbeit unterstützen als auch Geflüchteten selbst eine verständliche Orientierung zu ihrer individuellen Situation bieten.

Für weitere Multiplikator*innen dient die Arbeitshilfe zudem als anschauliches Instrument, um die komplexen Regelungen zum Arbeitsmarktzugang nachvollziehbar darzustellen – und um zu verdeutlichen, wie anspruchsvoll die Frage sein kann, wer arbeiten darf und wer nicht.

Referentinnen stehen vor einer Pinnwand

Tagungsdokumentation vom Kongress „Arbeit – aber wie? Arbeitsmarktzugänge für geflüchtete und zugewanderte Menschen mit Behinderung" am 25.9.2025 in Regensburg

  • Für Beratende
  • Für Arbeitgebende
  • Flucht und Behinderung

Im Diözesanzentrum Obermünster in Regensburg diskutierten am 25.09.2025 rund 80 Teilnehmende aus Beratung, Verwaltung, Politik, Zivilgesellschaft und Selbstvertretung über Zugänge zum Arbeitsmarkt für geflüchtete und zugewanderte Menschen mit Behinderung. Hier finden Sie die Dokumentation der Tagung mit u.a. wichtige Impulse von Claire Deery (Fachanwältin für Migrationsrecht), Silvia Floris (Projektmitarbeiterin NIFA plus), Zoya Dimitrova (Mitarbeiterin der Agentur für Arbeit und Betroffene), Holger Kiesel (Beauftragter der Bayerischen Staatsregierung für die Belange von Menschen mit Behinderung). 
 

Geplante Änderungen beim Arbeitsmarktzugang von Asylsuchenden: Rückschritt mit weitreichenden Folgen

  • Für Beratende
  • Für die Arbeitsverwaltung
  • Arbeit und Beschäftigung
  • Asyl und Aufenthalt

Basierend auf der langjährigen Erfahrung in der Arbeit im WIR-Programm sowie in den Vorgängerprogrammen zur beruflichen Integration von Geflüchteten analysieren die Autor*innen in diesem Papier die geplante Neuregelung des Arbeitsmarktzugangs für Asylsuchende mit einer Aufenthaltsgestattung in § 61 AsylG im Regierungsentwurf zur GEAS-Umsetzung vom 03.09.2025. Die geplante Neuregelung des Arbeitsmarktzugangs für Asylsuchende im Rahmen des Kabinettsentwurfs vom 03.09.2025 zur GEAS-Umsetzung führt aus Sicht der Autor*innen zu erheblichen Rückschritten in der Arbeitsmarktund Integrationspolitik. Statt Arbeitsmarktintegration zu fördern, wie es bisher weitgehend gesellschaftlicher und parteiübergreifender Konsens war, erschwert der Gesetzesentwurf die Beschäftigung von Geflüchteten mit Aufenthaltsgestattung massiv – mit gravierenden wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen.
 

Logo des Flüchtlingsrates Baden-Württemberg

Material des Flüchtlingsrates Baden-Württemberg

  • Für Geflüchtete
  • Für Beratende
  • Asyl und Aufenthalt

Der Flüchtlingsrat Baden-Württemberg setzt sich landesweit für die Rechte und Belange geflüchteter Menschen ein. Er unterstützt durch Beratungen und Schulungen, stellt umfassende Informationen zur sozialen und rechtlichen Situation in Baden-Württemberg zur Verfügung und informiert über die Asyl- und Migrationspolitik. Durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit und Gespräche mit der Politik sowie gesellschaftlichen Gruppierungen setzt sich der Flüchtlingsrat für die Rechte Geflüchteter und für eine menschliche Flüchtlingspolitik in Baden-Württemberg ein.

>> Hier geht es zum Beratungsangebots des Flüchtlingsrats BW (Externer Link)

>> Hier geht es zum Fortbildungskatalog des Flüchtlingsrats BW (Externer Link)

Hier finden Sie das Infomaterial des Flüchtlingsrates BW mit Arbeitshilfen und Infoblätter zu:

  • Bleiberechtsoptionen
  • Niederlassungserlaubnis und Einbürgerung
  • Der Härtefallantrag
  • Erlöschen, Widerruf und Rücknahme des Schutzstatus 

und viel mehr. 

junger Mann in einer Holzwerkstatt

NIFA plus-Arbeitshilfe zum Arbeitsmarktzugang/Nebenbestimmungen für Personen mit Aufenthaltsgestattung und Duldung

  • Für Beratende
  • Für die Arbeitsverwaltung
  • Arbeit und Beschäftigung

Diese tabellarische Arbeitshilfe bietet eine übersichtliche und verständliche Erläuterung zu den Beschäftigungsmöglichkeiten für Geflüchtete mit Aufenthaltsgestattung oder Duldung. Sie beantwortet wichtige Fragen wie: Wann ist ein Verfahren zur Erteilung einer Beschäftigungserlaubnis erforderlich? Welche Tätigkeiten sind zustimmungsfrei und welche unterliegen der Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit? Zudem werden die verschiedenen Nebenbestimmungen auf den Aufenthaltspapieren verständlich erklärt. Ziel dieser Arbeitshilfe ist es, Klarheit zu schaffen und Orientierung zu bieten. 

Vorderseite Empfehlungspapier mit Titel, Logo und Veröffentlichungsdatum

"Integration ermöglichen. Behörden entlasten. Wirtschaft stärken." WIR-Empfehlungen für eine neue Bundesregierung zur Ausgestaltung der Rahmenbedingungen für Geflüchtete im Kontext Arbeitsmarkt

  • Für Arbeitgebende
  • Für Beratende
  • Für die Arbeitsverwaltung
  • Arbeit und Beschäftigung
  • Integration und Teilhabe
  • Flucht und Behinderung

Basierend auf der langjährigen Erfahrung in der Arbeit im WIR sowie den Vorgängerprogrammen zur beruflichen Integration von Geflüchteten haben die Autor*innen in diesem Papier Empfehlungen zur Ausgestaltung der Rahmenbedingungen für hier lebende Geflüchtete formuliert.

Materialien für Beratende der GGUA

  • Für Beratende
  • Asyl und Aufenthalt

Die GGUA bietet über das Projekt Q Fortbildungen für Mitarbeitende in Beratungsstellen und für andere Interessierte an. Hilfreiche Materialien, Arbeitshilfen, Broschüren usw. finden Sie auf der Seite des Projekt Q.

NIFA plus Übersichtstabelle Ausbildungsduldung vs. § 16g AufenthG

  • Für Arbeitgebende
  • Für Beratende
  • Für Geflüchtete
  • Asyl und Aufenthalt
  • Arbeit und Beschäftigung

Der § 16g des Aufenthaltsgesetzes (AufenthG) trat am 1. März 2024 in Kraft und ermöglicht ausreisepflichtigen Ausländern (Personen mit Duldung) den Erhalt einer Aufenthaltserlaubnis zur Durchführung einer Berufsausbildung. Die Übersichtstabelle vergleicht den § 16g mit der Ausbildungsduldung, hebt zentrale Unterschiede hervor und zeigt die Vor- und Nachteile beider aufenthaltsrechtlichen Optionen für Geflüchtete auf.

Vorderseite Leitfaden mit Titel

Leitfaden zur Beratung von Menschen mit einer Behinderung im Kontext von Migration und Flucht

  • Für Beratende
  • Für die Arbeitsverwaltung
  • Flucht und Behinderung

Diese aktualisierte Auflage von 2024 vermittelt einen Überblick, welche Rechte Migrant*innen mit einer Behinderung haben. Dabei geht es um Asylsuchende, Flüchtlinge und andere Drittstaatsangehörige sowie Unionsbürger mit und ohne materiellem Aufenthaltsrecht. Im Fokus stehen insbesondere Leistungen zur medizinischen Rehabilitation, zur Teilhabe am Arbeitsleben und am Leben in der Gemeinschaft sowie zur Pflege und Hinweise zum Erhalt eines Schwerbehindertenausweises.

Der Caritasverband für die Diözese Osnabrück und die Passage gGmbH haben den Leitfaden gemeinsam herausgebracht. Autorinnen sind Dr. Barbara Weiser und Maren Gag.

Die 4. Auflage des Leitfadens ist zu finden unter: https://www.esf-netwin.de/rechtliche-informationen und www.fluchtort-hamburg.de 

Blaue Vorderseite der Broschüre

WIR-Leitfaden für Mitarbeitende von Arbeitsagentur und Jobcenter

  • Für Beratende
  • Für die Arbeitsverwaltung
  • Arbeit und Beschäftigung
  • Asyl und Aufenthalt
  • Bildung und Sprache

Der Leitfaden für Mitarbeitende von Arbeitsagenturen und Jobcenter gibt einen Überblick über den Arbeitsmarktzugang für Geflüchtete und die Förderinstrumente nach dem SGB II und SGB III, die dafür genutzt werden können. 

Er wurde im Rahmen des ESF Plus-Programms „WIR - Netzwerke integrieren Geflüchtete in den regionalen Arbeitsmarkt“ des Bundesministerium für Arbeit und Soziales und der Europäischen Union im Oktober 2024 aktualisiert und neu veröffentlicht.